Ort der Stille im le flair

Im Viertel erinnert ein Mahnmal an die Opfer der Düsseldorfer Juden-Deportationen.

Wer bis zum Ende des Maurice-Ravel-Parks spaziert, dem wird das einsame Paar Eisenbahngleise bestimmt schon einmal aufgefallen sein: Die Schienen und Schwelen vor der rund 40 Meter langen Stahlwand führen nicht etwa an einen Haltepunkt, sondern mitten ins Nirgendwo. Was es damit auf sich hat?

Als Teil des „Gartens der Sukzession“, der an die Geschichte des Derendorfer Güterbahnhofs erinnert, dienen die Eisenbahngleise als Mahnmal. Seit April 2012 erinnern sie an die 6000 Opfer der Düsseldorfer Juden-Deportationen, die von hier aus zwischen 1941 und 1945 in die Ghettos und Konzentrationslager der Nationalsozialisten verschleppt und ermordet wurden.

 Mahnmal im Maurice-Ravel-Park

Eine Informationsstele und Schilder mit den Zielorten – Litzmannstadt, Minsk, Riga, Theresienstadt, Izbica und Auschwitz – bilden gemeinsam mit den Schienen einen Ort der Erinnerung und Stille.