Dichterporträts aus Schriftzeichen

Neue Ausstellung im Goethe-Museum zeigt außergewöhnliche „Buchstaben-Kunst“.

Das Goethe-Museum in Pempelfort huldigt nicht nur seinem Namensgeber, es widmet sich auch regelmäßig anderen großen Künstlern der Literatur- und Dichtergeschichte. Wegen der vielen kleinen Ausstellungen, die hier mehrmals im Jahr stattfinden, sollten Kulturinteressierte unbedingt einmal einen Blick in das altehrwürdige Schloss Jägerhof werfen.

Nachdem die letzte Ausstellung Thomas Mann in den Fokus setzte, stehen jetzt gleich 48 große Persönlichkeiten im Mittelpunkt. In der neuen Sonderausstellung „Typoeten“ zeigt das Goethe-Museum seit Anfang Mai 48 typographische Dichterporträts von Ralf Mauer. In den bunten Zeichnungen finden sich so berühmte Künstler wie Shakespeare, Balzac, Beckett, Brecht, Droste-Hülshoff, Hölderlin oder Tucholsky.

 Dichterporträts im Goethe-Museum

Das Außergewöhnliche dabei: Jedem Dichter hat der Hamburger Grafik-Designer eine Schriftart gewidmet – daher auch der Titel „Typoeten“. Ganz an die Bedeutung des Begriffs „Typographie“ angelehnt (typos = Figur/Buchstabe, grafein = zeichnen/schreiben), schreibt und zeichnet Mauer mit seinen Buchstaben. Seine Schriftzeichen erzählen Geschichten und schaffen ganz besondere Porträts, die den berühmten Persönlichkeiten auf verblüffende Weise ähneln. So erhalten Besucher einen Blick auf eine außergewöhnliche Galerie großer Dichter, die man so noch nicht gesehen hat.

Die Ausstellung „Typoeten. Typographische Dichterporträts von Ralf Mauer“ ist noch bis zum 15. Juni 2014 im Goethe-Museum an der Jägerhofstraße 1 in Pempelfort zu sehen. Das Museum hat dienstags bis freitags und sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr sowie samstags von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4,00 Euro, reduziert 2,00 Euro. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Goethe-Museums.