Thomas Mann und Frankreich

Das Goethe-Museum zeigt die erste Ausstellung der Thomas-Mann-Gesellschaft Düsseldorf.

Der Name lässt es bereits vermuten: Normalerweise steht im Goethe-Museum alles im Zeichen von Deutschlands großem Dichter. Doch seit Mitte Februar bekommt Johann Wolfgang von Goethe Konkurrenz von einem schreibgewandten Kollegen. In „Thomas Mann (und) Frankreich“ widmet sich das Pempelforter Goethe-Museum erstmals diesem bedeutenden Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Warum ausgerechnet Frankreich hier im Fokus steht? Bis zu seinem Tod im Jahr 1955 hatte Thomas Mann eine enge Verbindung zu Deutschlands westlichem Nachbarn. Die französische Kultur und Literatur hatte ihn bereits in jungen Jahren stark beeinflusst. Besonders in den frühen 1920er Jahren stand er dabei in engem Dialog und Austausch mit französischen Schriftstellern und Intellektuellen. Damit intensivierte Thomas Mann nicht nur die kulturelle Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland, er weckte bei den Franzosen auch ein großes Interesse an seiner eigenen Person.

 Neue Ausstellung im Goethe-Museum

Die von der Thomas-Mann-Gesellschaft Düsseldorf in Kooperation mit dem Institut francais und dem Goethe-Museum initiierte Ausstellung gibt einen Einblick in diese Entwicklung und in Thomas Manns Schöpfungsprozess. Dank zahlreicher privater Exponate wie Briefe oder Postkarten erfahren Besucher nicht nur Spannendes über den Nobelpreisträger, sondern lernen nebenbei auch noch etwas über die deutsch-französische Geschichte.

Die Ausstellung „Thomas Mann (und) Frankreich“ ist bis einschließlich Sonntag, den 30. März 2014 im Goethe-Museum an der Jacobistraße 2 in Pempelfort zu sehen. Eine öffentliche Führung im Schloss Jägerhof findet am Sonntag, den 23. März 2014 um 15.00 Uhr statt. Der Eintritt in die Ausstellung beträgt vier Euro bzw. zwei Euro ermäßigt. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Goethe-Museums.