Eine ganz besondere Bühne in Derendorf

flairnetzt sprach mit dem Veranstalter des Comedy SLAM Düsseldorf.

Seit zweieinhalb Jahren werden die Lachmuskeln der Derendorfer regelmäßig bis aufs Äußerste strapaziert, denn beim Comedy SLAM am alten Schlachthof reichen sich die unterschiedlichsten Comedians die Klinke in die Hand. flairnetzt hat mit dem Gesicht hinter dem Comedy SLAM gesprochen. In unserem Interview erzählt Veranstalter Thomas von der „Lachbarschaft“, wie er das Event nach Düsseldorf brachte und was diese Veranstaltung so besonders macht.

Seit wann gibt es den Comedy SLAM in Derendorf?
Der Comedy SLAM Düsseldorf fand am 30. September 2011 erstmals statt. Mittlerweile sind wir bei der zwölften Ausgabe angekommen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Veranstaltungen wie den Master Comedy SLAM und Soloprogramme junger Comedians.

 Thomas von der Lachbarschaft mit Comedian Jacqueline Feldmann | © Die Lachbarschaft

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Comedy SLAM zu organisieren?
Comedy Slams haben sich aus den bekannteren Poetry Slams entwickelt. Zum ersten Mal ist der Kulturraum Trier e.V. um Kerstin Rubas und Peter Stablo auf die Idee gekommen, einen Comedy Slam zu veranstalten – das war 2004. Da ich viel in Trier unterwegs bin, habe ich die Idee von dort nach Düsseldorf gebracht. Mit den Trierern verbindet mich seitdem ein sehr gutes Verhältnis.

Hatten Sie im Vorfeld schon Erfahrung mit der Organisation einer solchen Veranstaltung?
Nein, das hatte ich nicht. Die „Lachbarschaft“ als Veranstalter des Comedy SLAMs ist Leidenschaft und Hobby für mich. In meinem sonstigen Leben bin ich als Marketing-Manager tätig.

Wie kamen Sie mit dem Comedy SLAM zum alten Schlachthof?
Ich habe einen Raum gesucht, der nicht zu groß ist und durch eine nicht zu „abgehobene“ Atmosphäre besticht. Der alte Schlachthof mit dem KOYOTE ist ein Kleinod der Kunstszene und eignet sich daher perfekt. Meist eher der Musikszene bekannt, stellt das KOYOTE auch für eine Comedy-Bühne eine tolle Plattform dar. Zum Glück war es nicht schwer, den Veranstalter von diesem Konzept zu überzeugen.

Was ist an Ihrem Konzept so besonders?
Abwechslung ist wohl das Wichtigste – und die Einbindung des Publikums, das bei den Veranstaltungen immer per Applaus bestimmt, wer gewinnt.

Stehen bei Ihnen tatsächlich auch einmal ganz unerfahrene Newcomer auf der Bühne?
Definitiv kommen beim Comedy SLAM auch unerfahrene Comedians zum Zug. Ich versuche mit den sechs Teilnehmern pro Show immer eine Mischung zu schaffen, sodass sowohl unerfahrene als auch erfahrene Kandidaten mit dabei sind.

Wer sitzt im Publikum?
Glücklicherweise ist die Altersstruktur sehr gemischt. Die meisten Besucher sind zwar zwischen 25 und 35 Jahren alt, aber hier finden wirklich alle Altersschichten Platz – Vater- und Sohn-Ausflügler hatten wir auch schon im Publikum.

Und wie ist die Resonanz der Zuschauer?
Da müsstet ihr natürlich am besten das Publikum selber fragen. Die letzten Veranstaltungen waren allerdings ausverkauft. Daher empfehle ich, rechtzeitig unter tickets@lachbarschaft.de Karten für die Abendkasse zu reservieren.

Was würden Sie einem Comedian raten, bevor er auf die Bühne tritt?
Von Beziehungsproblemen, über Migrationsherausforderungen und Facebook-Junkies bis hin zu eher kabarettistischen Einlagen ist inhaltlich sehr viel möglich. Wichtig dabei sind vor allem eine natürliche Präsenz auf der Bühne und eine authentische Nummer.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Nur noch kurz die Welt retten. Im Ernst: Den Comedy SLAM langfristig in Düsseldorf als Kleinkunstbühne etablieren zu können, das wäre sehr schön und würde mich persönlich enorm freuen. Vielleicht versuche ich mich irgendwann auch an anderen Formaten.

Wann findet der nächste Comedy SLAM statt?
Am 28. März 2014 werden die Türen für den 13. Comedy SLAM geöffnet. Ich freue mich jetzt schon auf tolle Comedians und ein tolles Publikum!