Von „Beef“, „Cheesy Fries“ und Edel-Fast-Food

Die neue „Burger-Bewegung“ in Düsseldorf

Lange Zeit waren Gourmet-Burger in Düsseldorf Mangelware. Wer nicht gerade zufällig in der Nähe von Space Burger weilte, musste sich mit den üblichen Verdächtigen der großen Fast-Food-Ketten zufrieden geben. Doch seit diesem Frühjahr können Burger-Fans aufatmen: Dank einer engagierten „Burger-Bewegung“, initiiert durch gleich mehrere Gastro-Neuzugänge, hat die lange „Beef-lose“ Zeit in der Landeshauptstadt endlich ein Ende. flairnetzt hat sich den neuen Trend kurzerhand zu Testzwecken schmecken lassen.

Sie heißen What’s Beef, Stier Royal oder Richie’n Rose: Innerhalb kürzester Zeit sind in diesem Sommer gleich mehrere Gourmet-Burger-Läden mit klangvollen Namen aus dem Düsseldorfer Boden geschossen. Ob als Klassiker mit Käse und Gurke, in der Edel-Version mit irischem Wagyu-Beef oder als Gemüsevariante mit Kichererbsen oder Pilzen, ein saftiges Patty im Brötchen wird bei allen Gastro-Neuzugängen in den Fast-Food-Olymp erhoben.

Das hat Düsseldorf noch gefehlt: ein richtiger Burger-Laden!

Die Gemeinsamkeiten bei allen Anbietern sind trotz eigener Note unverkennbar: Man nehme eine Prise stylischer, großstädtischer Aufmachung, hübsches Design und kombiniere dies mit hochwertigen und nachhaltigen Zutaten. Garniert wird diese schwer angesagte Mischung mit hierzulande bislang eher unbekannteren Beilagen wie Süßkartoffelpommes und amerikanischen Kalorienbomben-Klassikern wie Milchshakes oder „Cheesy Fries“. Das erfreuliche dabei: Auch Vegetarier kommen mit Gemüse-, Tofu- oder Käse-Patties bei allen „Burger-Meistern“ voll auf ihre Kosten.

Wer schon einmal im Land der unbegrenzten Möglichkeiten war, weiß: Das Burger-Konzept besticht durch stylische Einrichtung, hippes Publikum und Burger weit über Imbiss-Niveau. Authentische, typisch amerikanische Hamburger haben in der Düsseldorfer Szene tatsächlich noch gefehlt. Der allabendliche Ansturm in den neuen Burger-Buden verwundert daher kaum. Ungeachtet nicht immer bestens funktionierender iPad-Bestellsyteme und mitunter großer Warteschlangen bleibt die Begeisterung für das „Beef“ ungebrochen – bald eröffnet in der Altstadt bereits die nächste Burger-Bar.

Doch trotz des gegenwärtigen Hypes bleibt zu hoffen, dass den Burger-Tempeln nach der anfänglichen Euphorie nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie den ehemals so angesagten Bubble-Tea-Bars – Diese sind als die Trend-Treffpunkte des letzten Jahres nämlich bereits größtenteils wieder von der Bildfläche verschwunden – aber danach sieht es momentan eindeutig nicht aus. Düsseldorf is(s)t und bleibt im Burger-Fieber.