Die Derendorfer Straße

Lebensader im ständigen Wandel

Zugegeben, eine optische Perle ist die Derendorfer Straße auf den ersten Blick eher nicht. Die Pempelforter Einkaufsmeile offenbart ihre wahren Qualitäten vor allem auf lange Sicht. Ob Gemüsehändler, Einrichtungs- und Designspezialisten, Tapas-Bars oder neuerdings sogar ein laotisches Restaurant: Zwischen den Nachkriegsbauten rund um den Rochusmarkt versteckt sich nicht nur der ein oder andere Geheimtipp, die Derendorfer Straße befindet sich auch in einem ständigen Wandel.

Wo früher z.B. noch gutbürgerliche Küche serviert wurde, kommen beim neuen Laoten Manima jetzt scharfe Currys, Nudelgerichte und Papaya-Salate auf den Teller. Weiter nördlich werden bei Léon seit diesem Frühjahr Tapas und andere mediterrane Spezialitäten serviert. Im ehemaligen Drogeriemarkt an der Ecke Stockkampstraße stehen dank der Experten von Holy House seit kurzem stylische Designmöbel und Accessoires statt Shampoo und Duschgel im Schaufenster.

Die Derendorfer Straße: Ein Stück vom Viertel im Wandel der Zeit

Trotz der vielen Veränderungen findet man an der Derendorfer Straße aber auch immer noch ein Stück Beständigkeit. Beim Frischespezialisten Turan kauft z.B. die halbe Nachbarschaft seit eh und je ihr Obst und Gemüse – und beim Tabak- und Zeitungshändler an der Ecke oder beim Bäcker nebenan scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Hier ist alles so, wie es schon früher war.

So gehen hier Alt und Neu, Beständigkeit und Innovation, Urbanität und familiäre Atmosphäre stets Hand in Hand. Offen für Neues zu sein ohne jemals die Bodenhaftung zu verlieren, das macht die  Derendorfer Straße nicht nur zur Lebensader, sondern auch zu einem Spiegelbild der Nachbarschaft.