Düsseldorfer Persönlichkeiten von A bis Z

„N“ wie Michael Naseband


1,90 m groß, Glatze, ordentlich Muckis in den Armen, einen kurz geschnittenen Bart und die Hand auf der Waffe: So kennt man Michael Naseband, den Kommissar aus der Scripted-Reality-Serie „K11 – Kommissare im Einsatz“, der mit seiner Kollegin Alexandra Rietz komplizierte Morde aufklärt, Drogenbarone festnimmt oder spannende Entführungsfälle löst. Dass der geborene Düsseldorfer privat ein großer Karnevalsfan ist und deshalb zu dieser Zeit regelmäßig in seiner Heimatstadt an den festlichen Umzügen teilnimmt, hätte man also nicht direkt erwartet.

Entgegen vieler Vermutungen ist Michael Naseband auch im echten Leben ein richtiger Kriminalkommissar. Die Idee, zur Polizei zu gehen, hat er, als er die Schule nach der zehnten Klasse verlässt. Weil ihm der klassische Streifenwagendienst jedoch nicht ausreicht, bewirbt er sich bei der Kriminalpolizei. Fortan fahndet er in Düsseldorf zivil im Bereich der Drogen- und Straßenkriminalität. Mit 29 holt er doch noch das Fachabitur nach und macht sein Diplom. Den neuerarbeiteten Status als Kriminalkommissar nutzt er sogleich, um an einer UN-Mission in Pristina (Kosovo) teilzunehmen: Ein Jahr ist er dort als Polizeichef am Flughafen für die Sicherheit zuständig.

Michael Naseband auf Verbrecherjagd: Unsere Düsseldorfer Persönlichkeit! | Foto: © Sat.1 / Holger Rauner

Zu der Rolle in „K11 – Kommissare im Einsatz“ ist er auf ungewöhnlichem Wege gekommen: Michael ist auf einem Besuch in einer Bar, als er von einem Kollegen angesprochen wird, ob er am Casting für eine Serie im damals noch brandneuen „Scripted-Reality“-Format teilnehmen möchte. Die Tatsache, dass der Polizeialltag mit echten Kommissaren dargestellt werden soll, reizt den damals 38-Jährigen besonders. Bei dem Casting setzt er sich durch und ergattert die Rolle des Kommissars. Im Gegensatz zu ihrem Kollegen Jonas Rohrmann, der in der Serie die Rolle des Robert Ritters verkörpert, behalten Michael Naseband und Alexandra Rietz ihre richtigen Namen und verleihen der Serie somit noch mehr Authentizität. Sein leiblicher Sohn, Mike Naseband, hat in der Serie einige Gastauftritte als Sohn des Kommissars.

Wenn er gerade nicht schauspielert, dann schreibt er. Zum Beispiel an seiner 2003 erschienenen Biografie „Leben und Leben lassen“, in der er sich mit seiner Kindheit, seiner privaten und beruflichen Entwicklung, seiner Zeit im Kosovo und vor allem seinem Leben als Fernsehkommissar auseinandersetzt.

Auch wenn er mittlerweile näher an München, dem Produktionsort der Serie, als an Düsseldorf wohnt, so kann man über Michael Naseband sagen, dass er während seiner Zeit als Kriminalkommissar sicherlich dafür gesorgt hat, die Düsseldorfer Straßen ein Stück sicherer werden zu lassen. Und wenn ihn das nicht zu einer waschechten Düsseldorfer Persönlichkeit macht, was dann?