Düsseldorfer Persönlichkeiten von A bis Z

„M“ wie Heike Makatsch

Sie spielt in internationalen Filmproduktionen mit, verdreht in der romantischen Komödie „Tatsächlich… Liebe“ Alan Rickman den Kopf und versucht als Dr. Lisa Addison in „Resident Evil“ das gefährliche T-Virus aus der Gefahrenzone zu schmuggeln. Als Sängerin liefert sie Titelsongs zu drei Filmen, in denen sie mitwirkt und im Jahr 2006 steuert sie mit ihrem heutigen Freund Max Schröder einen Song zum Album „Die schönsten Kinderlieder“ bei. Die Rede ist natürlich von Heike Makatsch, 1971 in Düsseldorf geboren.

© Franz Richter, User:FRZ

Nicht nur international kann sie Erfolge verbuchen: Im Jahre 2005 schlüpft sie in der deutschen Produktion „Margarete Steiff“ in die Rolle der Titelheldin und kämpfte vor den Augen der Zuschauer mit der Nähmaschine, auf der sie ihre ersten Spielzeugelefanten näht. Für die überragende schauspielerische Leistung in diesem Film wird sie ein Jahr später mit dem Bambi und dem Bayrischen Filmpreis ausgezeichnet. 2009 spielt sie noch einmal eine bedeutende Persönlichkeit: In der Verfilmung der Biografie „Der geschenkte Gaul“ von Hildegard Knef ist sie Hilde – und steuert gleich ein ganzes Album zum Film bei.

Trotzdem ist sie auf dem Boden geblieben. Am liebsten setzt sie sich im Schneidersitz ins Gras, trinkt ihren Kaffee und liest die Zeitung. Wenn dabei auch noch Menschen vorbeikommen, umso besser: Heike liebt es, andere zu beobachten. Das kommt wahrscheinlich noch aus dem Kindesalter. Da hat sie ihre Zeit oft damit verbracht, im heimischen Garten zu sitzen und ihren Vater beim Gitarrespielen zu beobachten. Ihre Lieblingsstücke sind „Der Cowboy Jim aus Texas“ und „Wir lagen vor Madagaskar“, letzteres am liebsten mehrstimmig gesungen.

Kein Wunder also, dass es bei ihr Zuhause auch jetzt noch musikalisch zugeht. Ihr Freund, Max Schröder, mit dem Sie die beiden Töchter Pippa und Mieke Ellen hat, ist zwar kein typischer „Lagerfeuerromantiker, sondern eher ein Tüftler“, aber gesungen wird trotzdem. Mit den Kindern, für die Kinder.

Überhaupt ist sie gern Mutter, wenn sie auch nicht oft drüber redet. Das Quatschen über Babybreianrühren liegt ihr einfach nicht. Da redet sie lieber darüber, dass Radiosender sie verrückt machen, weil sie immer nur das Gleiche spielen. dass ihr Orangensaft „ohne Flusen“ sein soll und dass sie trotz allem immer noch auf der Suche ist – auch, wenn sie gern Schauspielerin, Sängerin, Mutter und Freundin ist.

Unsere Düsseldorfer Persönlichkeit, unsere Heike, nimmt es eben ganz genau im Leben. Mit dem Muttersein, dem Schauspielen und dem Singen.