Düsseldorfer Persönlichkeiten von A bis Z

„L“ wie Roman Lob

© Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, Author Avda

Wenn man von etwas so begeistert ist, dass man sich ein Tattoo über die gesamte Brust stechen lässt, dann muss es wirklich Liebe sein. Ist das dann auch noch farbig, mit vielen Noten verziert und zeigt ganz deutlich ein Mikrofon, weiß man auf den ersten Blick, wem diese Liebe gilt – der Musik.

Dieses Tattoo prangt auf der Brust von Roman Lob. Den in Düsseldorf geborenen und in Neustadt (Wied) aufgewachsenen Sänger kennt man als Teilnehmer des Eurovision Song Contests, wo er 2012 einen guten achten Platz für Deutschland holte. Er tritt damit in die Fußstapfen von Lena Meyer-Landrut, die 2010 den Wettbewerb in Oslo gewonnen hat und im Jahr darauf den zehnten Platz holte.
Das Interesse für den internationalen Wettbewerb entsteht bei Roman schon in der Kindheit: Er hört im Alter von acht Jahren den Beitrag von Guildo Horn („Guildo hat euch lieb“) und beschließt, selbst einmal an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Mit der Musik hat er sogar noch früher angefangen. Im Kindergarten singt er im Chor, kurz darauf lässt er sich von seinem Großvater das Klavierspielen beibringen. Auch an der Gitarre und am Bass versucht er sich, bevor er schließlich in der Musik AG seiner Realschule das Singen für sich entdeckt. Das ist der Punkt, an dem er ernsthaft an eine Karriere als Musiker denkt. Der Grundstein hierfür wird 2005 gelegt, als Roman in der Band „Painful Poison“ Schlagzeug spielt.

Es folgen weitere Auftritte mit „Days of Despite“ und die Gründung des Musikprojekts „Three of a Kind“, bei dem Roman als Sänger mit zwei Freunden aus der Band „Painful Poison“ zusammenarbeitet.
Um endlich einem größeren Publikum bekannt zu werden, nimmt er an der vierten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ teil und schafft es unter die 20 besten Kandidaten. Dann jedoch der Schock: Eine Kehlkopfentzündung macht das Singen und die weitere Teilnahme an der Show unmöglich, sodass er ausscheiden muss.

Davon niedergeschlagen, widmet Roman sich zunächst seiner Ausbildung als Industriemechaniker, singt nebenbei aber in der Band „Rooftop Kingdom“, mit der er wieder in „seinem“ Genre, dem Alternative-Rock arbeiten kann. Nach einigen Auftritten im Rheinland bewirbt er sich im Herbst 2011 schließlich bei „Unser Star für Baku“.

In seiner Musik beeinflusst hat ihn vor allem Xavier Naidoo. Für Roman Lob hat er „einfach die Stimme Deutschlands“, wie er sagt. Da er ursprünglich mehr im Bereich Rock angesiedelt ist, hat ihn auch die amerikanische Band Paramore sehr in seinem Schaffen beeinflusst. Zuletzt sah man ihn bei der ECHO Verleihung 2013 am 21. März in Berlin, wo er den Preis in der Kategorie Radio ECHO für seinen Eurovision-Song „Standing Still“ entgegen nahm.

Wir können also gespannt bleiben, wie es mit unserer Düsseldorfer Persönlichkeit weitergeht!