Düsseldorfer Persönlichkeiten von A bis Z

„G“ wie Inka Grings

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Fußball ist Männersache! Oder doch nicht? Spätestens seit der 6. Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, deren Endrunde 2011 in Deutschland ausgetragen wurde, ist das keine klare Sache mehr. Obwohl die deutschen Frauen schon im Viertelfinale ausgeschieden sind, weiß nun jeder, dass Fußball auch Frauensache sein kann.

Eine der herausragendsten Spielerinnen der Deutschen Nationalmannschaft ist Inka Grings – geborene Düsseldorferin, zweimalige Europameisterin, sechsfache Torschützenkönigin der Bundesliga der Frauen und mit drei Auszeichnungen als „Fußballerin des Jahres“ eine feste Größe im deutschen Frauenfußball.

Eigentlich ist es ihr Plan, Tennisspielerin zu werden, aber ihr Wunschverein will sie nicht aufnehmen. Deshalb fängt sie mit nur sechs Jahren beim TSV Eller 04 mit Fußballspielen an, ein Sport, der für sie zunächst nur eine Alternative zum Tennis ist. Trotzdem bleibt sie dabei, wechselt nach elf Jahren zum FCR 2001 Duisburg und ergattert sich dort einen Stammplatz.

16 Jahre lang spielt Inka für den Duisburger Verein, schießt ganze 353 Tore in 271  Spielen. Beim DFB-Pokalfinale 1998 gegen den FSV Frankfurt, den Duisburg mit 6:2 vom Platz fegt, schießt sie allein drei Tore. Nur ein Jahr später ist sie bereits Torschützenkönigin der Bundesliga. Ihr Rekord von 38 Saisontoren ist seit 2000 ungebrochen.

Nach 2000, ihrem bis dahin erfolgreichsten Jahr, nimmt ihre Karriere jedoch eine überraschende Wendung. 2003 erleidet sie bei den Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft eine Oberschenkelzerrung. 2004, kurz vor den Olympischen Spielen, reißt das Kreuzband. Inka will aufhören, hat genug vom Fußball und konzentriert sich auf ihren Job als Zeitsoldatin bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Doch sie kriegt die Kurve, macht weiter und steht 2006 wieder für Duisburg auf dem Platz. Es folgen weitere Erfolge: Der Sieg mit „ihrem“ Duisburg beim UEFA Women’s Cup 2009 und die gewonnene Europameisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft im selben Jahr, bei der sie sogar Torschützenkönigin geworden ist.

Ende Juli 2012 verkündet Inka ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Nach 96 Einsätzen will sie ihren Trainerschein machen und ihrem Lieblingssport nur noch als Hobby nachgehen. Heute verdient sie ihr Geld als Versicherungsmaklerin. Ihr zu Ehren hat sich der FCR 2001 Duisburg dazu entschieden, Inkas Trikotnummer 9 nie wieder zu vergeben.