Düsseldorfer Persönlichkeiten von A bis Z

„A“ wie die Allofs Brüder

Der drei Jahre jüngere Thomas wollte es seinem Bruder Klaus unbedingt gleichtun. Der spielte nämlich so gut Fußball im TuS Gerresheim, dass er 1975 seine Profikarriere bei Fortuna Düsseldorf beginnen konnte. Auch Thomas Allofs’ Können am Ball war beeindruckend genug, um ab 1978 für den Düsseldorfer Erstligisten anzutreten.

Bis 1981 spielten die Brüder gemeinsam und bescherten der Fortuna so denkwürdige Erfolge wie den zweimaligen Gewinn des DFB-Pokals, den Einzug ins Finale des Europapokals der Pokalsieger oder das legendäre 7:1 gegen Bayern München.

Während Klaus 1981 den Verein vorerst verließ, um weitere nationale und internationale Erfolge in Köln und Frankreich zu sammeln, spielte der kleine Bruder noch ein weiteres Jahr in Düsseldorf und wechselte 1982 zum 1. FC Kaiserslautern. Thomas Allofs spielte später ebenfalls in Frankreich, bevor er 1992 die Fußballkarriere in seinem Heimatverein beendete.

Die Gebrüder Allofs galten zu ihrer aktiven Zeit als äußerst erfolgreiche Fußballspieler: Beide liefen auch für die Deutsche Nationalmannschaft auf und wurden mehrfach Torschützenkönig in der 1. Bundesliga.

Klaus und Thomas Allofs bei einem Spiel der Fortuna Düsseldorf gegen Frankfurt | Foto: © dpa

Klaus Allofs beendete schließlich seine Spielerkarriere unter dem ehemaligen Düsseldorf-Trainer Otto Rehagel beim SV Werder Bremen, wo er einige Jahre später auch abseits des Spielfelds erfolgreich die Fäden als Sportdirektor zog. Aktuell ist er Manager beim VfL Wolfsburg.

Sein jüngerer Bruder ist der Fortuna weiterhin als Vorstandsmitglied eng verbunden und betreibt heute mit seinem Schwiegervater eine Recycling-Firma in Düsseldorf.

Die Allofs-Brüder genießen in der Düsseldorfer Fußballgeschichte Kultstatus. Zusammen schossen die beiden für die Fortuna 128 Tore in 351 Spielen. Dabei tat es Thomas dem älteren Bruder schließlich nicht nur gleich, sondern schoss sogar insgesamt 13 Tore mehr für die Rot-Weißen.