Sechs Jahrzehnte fernöstliche Kampfkunst in Pempelfort

Die Judoschule Prass

Wo wurde vor 63 Jahren die erste Judoschule Deutschlands gegründet? Genau – in Pempelfort! Die Schule für fernöstliche Kampfkunst und Bewegungskultur Prass bringt seit 1949 asiatisches Lebensgefühl in die Nachbarschaft. Damit ist sie nicht nur die traditionsreichste Lehrstätte des Landes, sondern beweist auch, dass fernöstliche Kampfkunst Generationen begeistern kann.

Judoschule PrassAlles begann im Jahr 1946. Düsseldorf und das Selbstwertgefühl seiner Bewohner lagen in Trümmern. Ludwig W. Prass war gerade aus dem Krieg zurückgekehrt und beschloss, den Menschen etwas von der verloren gegangenen Sicherheit wiederzugeben – und zwar auf seine Art: mit Judo. Nach langen Verhandlungen mit der britischen Besatzungsbehörde, die Judo als Kampfsportart verboten hatte, wurde sein Wunsch am 4. Juni 1949 Wirklichkeit: Er gründete die erste Judoschule Deutschlands. Auch im Rest des Landes wurde Judo daraufhin wieder freigegeben.

Seitdem hat sich die Judoschule Prass stetig weiterentwickelt. Nach und nach hielten sechs verschiedene Disziplinen Einzug in das Haus in der Liebigstraße. Schon im Jahr 1951 begann Prass z. B. damit, zusätzlich zu Judo auch Jiu Jitsu zu unterrichten. Ende der fünfziger Jahre kam Karate dazu. Im Laufe der Zeit wurden außerdem Tai Chi Chuan, das Ki-Jitsu-Sicherheitstraining sowie Qigong eingeführt. Daneben wurden unterstützende Angebote wie Entspannungsübungen, Gymnastik und Rückenschule in das Programm aufgenommen.

Mittlerweile hat sich Ludwig W. Prass, der nicht nur in Deutschland, sondern auch in Japan Bekanntheit erlangte und mit dem japanischen Meistergrad ausgezeichnet wurde, zur Ruhe gesetzt. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation weitergeführt. Im lauschigen Hinterhofhaus an der Liebigstraße trainieren heute etwa 1400 Sportler im Alter von vier bis 80 Jahren in sechs Disziplinen und unter der Aufsicht von ca. 20 kompetenten Lehrern. Auf drei Etagen stehen vier Trainingshallen zur Verfügung. Die jüngsten Kampfsportler trainieren tagsüber, für Erwachsene stehen zahlreiche Vormittags- und Abendkurse zur Wahl. Am Wochenende besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die eingeübten Bewegungen unter Aufsicht eines Lehrers im freien Training noch einmal zu vertiefen.

Das Angebot kommt nicht nur bei Erwachsenen an. Junge Sportler erlernen in den Judo-Kinderkursen nicht nur Verteidigungstechniken, sondern verbessern auch ihre Konzentrationsfähigkeit und Koordination, ihre Fein- und Grobmotorik sowie ihr Bewegungsrepertoire. Durch die Judo-Übungen erhöhen sie ihre Kraft und ihre Lern- bzw. Leistungsbereitschaft. Außerdem üben sie sich in Fairness und Verantwortung.

Wer die fernöstliche Kampfkunst und Bewegungskultur einmal ausprobieren möchte, erhält in der Judoschule Prass dafür die perfekte Möglichkeit. Hier wird nämlich nicht nur ein einziger Probetag, sondern gleich ein ganzer Probemonat angeboten. Dahinter steckt die Philosophie, dass Kampfkunst nicht nur körperliches, sondern auch intensives mentales Training bedeutet. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem „richtigen“ Start ausführlich in den verschiedenen Disziplinen ausprobieren können. Nach einem Monat kann man dann entscheiden, ob man Judo, Jiu-Jitsu, Karate, Ki-Jitsu oder doch lieber Tai Chi Chuan oder Qigong machen möchte.

Die Judoschule Prass finden Sie im Innenhof an der Liebigstraße 11 in Pempelfort. Informationen zu Preisen, Zeiten und der Anfahrt erhalten Sie unter diesem Link oder unter 0211/484040 bzw. info@judosportschule.de.