Düsseldorf von A bis Z – Z wie Zoo

Von Altbier bis Zicke – in unserer Serie „Düsseldorf von A bis Z“ stellen wir Ihnen Düsseldorfer Kulturgut, kuriose Redensarten und bedeutende Personen, Orte und Gebäude in der Stadt vor. Im letzten Teil unseres ABCs geht es um ein Namensmysterium, das so manchen Besucher umtreibt – den Düsseldorfer Zoo.

Ein spannendes Stück Düsseldorfer Geschichte verbirgt sich mitten im Viertel. Im Zoopark an der Brehmstraße wandeln Sie – wahrscheinlich ganz ohne es zu merken – auf den Spuren der Vergangenheit. Beim nächsten Sonntagsspaziergang sollte jedoch niemand einen Angriff wild gewordener Tiere fürchten. Dafür müsste die Uhr erst einmal um etwa 68 bis 135 Jahre zurückgedreht werden.

ZooparkDie Bezeichnungen „Zoopark“, „Zooviertel“ und „Düsseldorf-Zoo“ kommen nicht von ungefähr. Einen zoologischen Garten hat es im Viertel tatsächlich einmal gegeben. Die Initiative dafür ging von dem im Juni 1873 gegründeten Tierschutzverein „Fauna” aus, der den bekannten Herrn Brehm, den Namensgeber der gleichnamigen Straße im Zooviertel, ins Boot holte. Von der Idee bis zum fertigen Zoo war es dann nur noch ein kurzer Weg: Am 31. Mai 1876 konnte die Stadt bereits die Eröffnung feiern. Untergebracht war der Zoo zu diesem Zeitpunkt im gleichnamigen Park an der Brehmstraße

Im Laufe der Zeit prägten einige Neuerungen, Erweiterungen und ein großer Umzug die Geschichte des Zoos. So erhielt das heute noch bestehende Löbbecke-Museum im Jahr 1930 ein eigenes Gebäude an der Brehmstraße. Das Aquarium entstand erst 1948. Dieses wuchs in den folgenden Jahrzehnten mit dem Museum zu einer Einheit zusammen. So zogen Museum und Aquazoo im Jahr 1986 gemeinsam an ihren heutigen Standort am Nordpark in Golzheim.

Dem ursprünglichen Zoogelände an der Brehmstraße hingegen widerfuhr ein anderes Schicksal. Nach einem Luftangriff im Jahre 1943 lag das gesamte Viertel in Trümmern, mit ihm auch der Tierpark, der danach seine Pforten für immer schloss. Exotische Parkbewohner findet man im Zoopark daher zwar mittlerweile nicht mehr, geblieben ist dafür aber eine grüne Oase abseits des Großstadttrubels, die zum Picknicken, Joggen, Spaziergehen und Träumen einlädt. Und mit ein wenig Glück kann man auch ein paar muntere Eichhörnchen beim Klettern in den Bäumen beobachten.